Haushalt der Jade Hochschule beschlossen

Weniger Studienanfängerplätze durch die „Globale Minderausgabe“

Campus Rundblick kompetent

„Die Zitrone ist ausgepresst“, kommentiert Markus Wortmann, hauptberuflicher Vizepräsident der Jade Hochschule den Haushalt für das Jahr 2021. Die Hochschule muss sparen. Grund hierfür ist in erster Linie der Beitrag zu einer „globalen Minderausgabe“ im Haushalt des Landes, den alle niedersächsischen Hochschulen leisten müssen. So muss die Jade Hochschule 659.000 Euro einsparen. Auch in der Leistungsorientierten Mittelzuweisung des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums rechnet die Jade Hochschule mit einem Verlust. Hier konkurrieren alle niedersächsischen Hochschulen um Gelder, die nach Leistung – zum Beispiel Zahl der Absolvent_innen, Studienanfänger_innen, eingeworbenen Drittmittel – vergeben werden. Hinzu kommen bereits länger bestehende Herausforderungen wie nicht ausreichende Mittel für den Bauunterhalt und den Inflationsausgleich. Und natürlich die Folgekosten der Pandemie – beispielsweise für die Umstellung auf digitale Lehre und die Arbeit im Home-Office. Auch wenn dafür an anderen Stellen Einsparpotenziale genutzt werden konnten, da zurzeit nahezu keine Dienstreisen, Kongresse, Veranstaltungen möglich sind, verursacht die Pandemie hohe Kosten.
 

„Die Haushaltsplanung war in diesem Jahr einerseits durch die globale Minderausgabe, andererseits durch die große Unbekannte, die Pandemie, enorm erschwert.“

Vizepräsident Markus Wortmann

So sei erstmals keine Bedarfsabfrage an die Serviceeinrichtungen durchgeführt worden. Stattdessen wurden die Budgets der letzten Jahre zu Grunde gelegt und die Sparzwänge auf alle zentralen Bereiche umgelegt. Die Verteilung der Mittel an die Fachbereiche erfolgt unterdessen weiter nach dem im Jahr 2020 eingeführten Verteilungsmodell. Die Haushalts- und Planungskommission (HaPlaKo) hat die Mittelzuteilung beschlossen und der Senat der Hochschule hat sie in seiner Sitzung am 26. Januar ohne Gegenstimme zustimmend zur Kenntnis genommen.

Die Einsparungen haben auch Auswirkungen auf die Zahl der Studienplätze, die die Jade Hochschule anbieten kann.
 

„Wir sehen leider keine andere Möglichkeit, als die Zahl der Studienanfängerplätze zum Wintersemester zu reduzieren.“

Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee

Bei 1,25 Prozent Globaler Minderausgabe und 2300 Studienanfängerplätzen pro Jahr entspräche die Einsparung etwa 30 Studienanfängerplätzen. „Da die Kapazitäten jährlich neu mit dem Ministerium vereinbart werden, können wir flexibel reagieren.“ Wenn es aufgrund der Pandemie zu weiteren Einsparungen käme, müsse die Jade Hochschule langfristig ihr Studienangebot jedoch weiter reduzieren.

Ansprechpartnerin in der Redaktion

Katrin Keller
Katrin Keller

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