„Zukunftstag“: 190 Schüler_innen lernen die Jade Hochschule kennen

Beim Zukunftstag für Mädchen und Jungen am vergangenen Donnerstag erkundeten rund 190 Schülerinnen und Schüler die Jade Hochschule und nahmen damit an dem bundesweiten Berufsorientierungsprojekt „Girls’Day“ und „Boys’Day“ teil.

Campus Kinder Gleichstellung vielfältig

Der Zukunftstag fand zum 18. Mal als Kooperationsprojekt der Gleichstellungsstelle mit allen Fachbereichen sowie der Hochschulbibliothek an allen drei Studienorten statt. „Wie auch in den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Jungen und Mädchen neugierig sind, interessierte Fragen stellen und mit großem Elan an den verschiedenen Angeboten teilnehmen. Sie hatten nicht nur viel Spaß, sondern konnten sich auch in Bereichen ausprobieren, die sie sonst vielleicht nicht kennengelernt hätten“, berichtet Marie Fischer, Referentin in der Gleichstellungsstelle und Koordinatorin des Zukunftstags an der Jade Hochschule. Im Mittelpunkt stehen dabei das Kennenlernen von Studien- und Berufsperspektiven und das praktische Erproben der eigenen Fähigkeiten in monoedukativen Gruppen.

„geschlechteruntypische“ Studien- und Berufsfelder erkunden

Der Zukunftstag ist eine frühe Form der Studien- und Berufsorientierung. Ziel des Konzepts ist es, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, „geschlechteruntypische“ Studien- und Berufsfelder zu erkunden. Bei Mädchen sind dies noch immer technische und naturwissenschaftliche Tätigkeitsbereiche, bei Jungen soziale, pädagogische oder sprachliche. „Uns ist es sehr wichtig, dass die Jade Hochschule einen Beitrag zu gendersensibler Berufsorientierung leistet. Daher gibt es für die Jungen Angebote aus Bereichen mit einem hohen Frauenanteil, wie etwa der Bibliothek, und für Mädchen aus den männerdominierten Bereichen der Hochschule. So können wir den Kindern neue Perspektiven eröffnen“, erläuterte Dörte Schneider, zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Jade Hochschule.

Auch im nächsten Jahr soll der Zukunftstag für Mädchen und Jungen an der Jade Hochschule stattfinden. Anmeldungen nimmt die Gleichstellungsstelle voraussichtlich ab Mitte Februar 2020 entgegen.

Angebote an allen Studienorten

Eine Gruppe von Schülerinnen lernte am Studienort Elsfleth im Schiffsführungssimulator die Grundlagen der Steuerung von Schiffen kennen. Andere Mädchen beschäftigten sich im Planetarium mit Sternenkunde und entdeckten das Manöverbecken.

Am Studienort Oldenburg konnten Mädchen zwischen fünf verschiedenen Angeboten wählen: Von der Durchführung bauchemischer Experimente über eine Geocaching-Schatzsuche bis hin zur Untersuchung, wie Technologien den Menschen im Alltag unterstützen können.

In Wilhelmshaven entwarfen und programmierten Schülerinnen Roboter oder ließen im Schweißlabor die Funken fliegen. Außerdem konnten sie lernen, wie ein neues Produkt entsteht oder wie virtuelle Welten entwickelt werden können.

Jungen hatten die Wahl, den Zukunftstag an der Jade Hochschule entweder in Wilhelmshaven oder Oldenburg zu verbringen. An beiden Studienorten erkundeten sie die Hochschulbibliothek, die noch viel mehr bereithält als gedruckte Bücher. In Wilhelmshaven tauchten sie außerdem in die Werbemittelgestaltung für Urlaubsangebote ein und überlegten gemeinsam, wie ein Urlaub besonders kindergerecht gestaltet werden kann.