Weil Demokratie alle etwas angeht

MWJ-Studierende erarbeiten überzeugende Kommunikationsstrategien für den Verfassungsschutz in Niedersachsen

Ziele der Studierenden: Mehr Aufmerksamkeit und eine positivere Wahrnehmung der Arbeit des Verfassungsschutzes sowie mehr Reichweite im Social-Media-Bereich (Foto: Pexels)

Eine herausfordernde Aufgabe hatten die Studierenden des sechsten Semesters im Studiengang Medienwirtschaft und Journalismus jetzt für den praktischen Teil der Lehrveranstaltung „PR und Unternehmenskommunikation“ bei Prof. Dr. Andreas Schelske zu lösen. Für den Verfassungsschutz Niedersachsen als Kooperationspartner entwickelten sie verschiedene Kommunikationsstrategien. Ziel war es, mehr Aufmerksamkeit und eine positivere Wahrnehmung der Arbeit des Verfassungsschutzes und insbesondere mehr Reichweite im Social-Media-Bereich zu erzielen. „Das war insofern herausfordernd, als dass große Teile der Arbeit unseres ,Auftraggebers‘ der Geheimhaltung unterliegen und entsprechend nicht nach außen kommuniziert werden können“, erklärt Student Jan Claas Rosebrock.

„Wir mussten uns also einen anderen Fokus für unsere PR-Strategie überlegen.“

Präsentation wie im echten Agenturleben

Dazu übernahmen die 38 Studierenden in acht Teams die Rollen von PR-Agenturen, die jeweils für sich auf Grundlage eines ausführlichen Briefings durch den Kooperationspartner dessen Ausgangssituation, Kommunikationsziele und Dialoggruppen sowie die relevanten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken analysierten, um daraus eine stimmige Strategie abzuleiten. Die Ergebnisse präsentierten die Studierenden in einem Pitch per Videokonferenz, und wie im echten Agenturleben musste der Kooperationspartner am Ende ein Team als Pitch-Sieger küren.

Keine leichte Entscheidung

Das war für die Jury-Mitglieder vom Verfassungsschutz Niedersachsen um Frank Rasche (Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) sowie Lorraine Steffens und Reinhard Schmitz (beide Social Media Manager_in) keine leichte Aufgabe. Das betonte Rasche, als er sich an die Studierenden wandte: „Es ist uns wirklich schwergefallen, eine Entscheidung zu treffen. Ich bin absolut begeistert von dem, was Sie uns an Strategien, Hinweisen, Merchandise-Entwürfen und Beispielen, ob Podcast oder TikTok, präsentiert haben. Da war bei jeder Präsentation mindestens eine Idee dabei, die wir mitnehmen können.“

Die Umsetzung überzeugte

Die Wahl fiel schließlich auf das „Team G“ mit den Studierenden Hauke Endelmann, Jan Meier, Jan Claas Rosebrock, Marten Schönfeld, Sina Tadken und Lovis Wiefelspütz.

„Hier war das Gesamtpaket am stimmigsten.“

Lorraine Steffens

Team G habe insbesondere mit seinem Claim („Jetzt nicht die Verfassung verlieren“) verdeutlicht, dass Demokratie alle in der Gesellschaft etwas angeht. „Daraus abgeleitet: Der Verfassungsschutz Niedersachsen steht sinnbildlich für unsere Demokratie und positioniert sich als Experte für alle Bereiche des Extremismus“, erläutert Steffens. „Die Umsetzung dessen in Form von Infografiken, Memes und anderen interaktiven Inhalten stimmt mit unseren Zielen überein.“

Das Gewinner-Team v. li.: Jan Claas Rosebrock, Lovis Wiefelspütz, Marten Schönfeld, Sina Tadken, Jan Meier und Hauke Endelmann (Bild: Lovis Wiefelspütz)

Schelske schloss sich den lobenden Worten an alle beteiligten Studierenden an: „Die Teams haben sehr gut herausgearbeitet, dass es bei diesem Projekt sehr stark um Beziehungsaufbau, um Vertrauen geht. Das haben sie in ihren Strategien und den sehr vielfältigen vorgeschlagenen Kommunikationsmaßnahmen umgesetzt und überzeugend präsentiert.“

„PR und Öffentlichkeitsarbeit ist nahbarer, als es sich auf den ersten Blick liest.“

So fasst Rosebrock seine Erfahrungen aus dem Modul zusammen. „Interessanterweise ging es bei diesem Projekt vor allem darum, ein Leitmotiv zu formen, unter dem sich der Verfassungsschutz der Öffentlichkeit präsentiert und unter dem wir Empfehlungen für bestimmte mediale Kanäle und Formate ausgesprochen haben. Das war aufgrund des engen zeitlichen Rahmens zwar kollektiv fordernd, aber für die einzelnen Beteiligten und den Praxisbezug im Studium auch unbestritten förderlich.“

Der Pitch fand corona-konform online statt. (Foto: Niedersächsisches Innenministerium, Abteilung 5)

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Maike Arnold
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