„Was passiert, wenn sich Einstellung und Verhalten nicht leiden können“

Das Institut für Medienwirtschaft und Journalismus startete am vergangenen Donnerstag seine jedes Semester stattfindende Vortragsreihe. Prof. Dr. Beate Illg eröffnete die Veranstaltung, hieß die Zuhörer_innen willkommen und begrüßte den Referenten Matthias Busse, der einen Vortrag zum Thema „Psychologie der Nachhaltigkeit – Was passiert, wenn sich Einstellung und Verhalten einfach nicht leiden können“ vorbereitet hatte.

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„Ich denke Sie bekommen hier keinen klassischen Vortrag zu hören, indem sie sich als reiner Konsument zurücklehnen können. Ihr Input, Ihre Ideen und Fragen sind willkommen und werden behandelt“, kündigte Illg an.

Matthias Busse ist Research Director bei dem Marktforschungsunternehmen Phaydon. Er eröffnete den Vortrag mit einer Präsentation seines Unternehmens und stellte anschließend qualitative Methoden der Marktforschung vor. Eine davon ist die Gruppendiskussion, welche die zuhörenden Studierenden und Lehrenden dann auch zu erproben hatten. „Was geht bei Ihnen durch den Kopf, wenn sie an Nachhaltigkeit denken?“, fragte Busse in in die Runde. Nachdem Assoziationen zum Thema sowie die persönliche Bedetutung und Auslegung von Nachhaltigkeit ausgetauscht worden waren, begann der Referent den Begriff aus psychologischer Sicht zu betrachten. Wie beeinflussen Verhalten, Wahrnehmung und die eigene Einstellung nachhaltiges Handeln? Wie rechtfertigt man nicht nachhaltiges Handeln? Diese und andere Fragestellungen diskutierte Busse und ließ dabei viel Raum für Diskussionen und angeregten Austausch.

Abschließend widmete sich der Referent der Nachhaltigkeit aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Er stellte verschiedene Möglichkeiten vor, wie sich Nachhaltigkeit auf das Kaufverhalten auswirkt und präsentierte einige Marketing-Konzepte, die mit nachhaltigen Produkten werben.