“Urlaub für den Kopf” – Wenn der Nebenjob ein Gewinn für das Leben wird

Portrait über Dajana Schmidt, Absolventin des Studiengangs Strategisches Management

Studium Menschen zugewandt besser studieren

Arbeiten neben dem Studium ist für viele Studierende Mittel zum Zweck. Umso schöner ist es, einen Job zu finden, der mehr ist als das. Nach anfänglichen Zweifeln entschied sich Dajana Schmidt für die Teilnahme am Assessment Center von AIDA und traf damit eine Entscheidung, die sie nicht nur im Studium weiterbrachte.

Von Wilhelmshaven um die Welt

In Wilhelmshaven geboren und aufgewachsen absolvierte Dajana Schmidt Ausbildung, Bachelor- und Masterstudium dort und hat nebenbei schon den halben Globus bereist. Als Gästebetreuerin bei AIDA wird sie in den kommenden Tagen bereits zum achten Mal an Bord gehen. Dieses Mal geht es nach Kapstadt und von dort aus über Westafrika bis ins Mittelmeer. Drei Monate wird sie unterwegs sein und das nicht zum letzten Mal.

„Man wird süchtig! So viel kann man nirgendwo erleben.“

Dajana Schmidt

Die Arbeitsbedingungen wirken im ersten Moment abschreckend: Sieben Arbeitstage die Woche, zwölf Stunden Schichten, vier bis fünf Stunden Schlaf. Anfangs eine große Umstellung, denn man muss viel Stress aushalten und sich jeden Tag auf Neues einlassen. Für Dajana als „Gewohnheitstier“ immer wieder eine Herausforderung und trotzdem überwiegen für sie die Vorteile. Durch ihren Job hat sie viel von der Welt gesehen und viele interessante Menschen und deren Lebensgeschichten kennengelernt. „Ich merke kaum, dass ich arbeite, weil es alles Dinge sind, die mir wahnsinnig viel Spaß machen“, resümiert die Wilhelmshavenerin.

Von Abu Dhabi zur Masterarbeit

Was Dajana besonders an ihrem Nebenjob gefällt, ist die Kombination aus Studium und Job. „Im Studium kann man geistig den Horizont erweitern und bei AIDA viel von der Welt sehen und erleben.“ In ihrer Masterarbeit beschäftigte sich Dajana mit der aktuellen Situation und den Perspektiven des Jade Weser Ports in Wilhelmshaven. Dabei hat ihr nicht nur der Bezug zur Heimat, sondern auch die durch AIDA erworbene Schifffahrtsaffinität geholfen.

Die Masterarbeit, die von Prof. Dr. Gerd Hilligweg betreut wurde, schrieb Dajana in nur zweieinhalb Monaten. Der Grund für die verkürzte Zeit? Dajana zog es wieder auf See. Von Kiel aus machte sie sich mit der AIDA auf den Weg nach Abu Dhabi und kehrte erst im November vergangenen Jahres zurück. Von Bord zurück setzte sie sich direkt an den Schreibtisch und verbrachte dort einige Nächte. Für die Absolventin jedoch kein Grund, die Nerven zu verlieren. „Durch meine Zeit bei AIDA bin ich auch in Prüfungssituationen stressresistent geworden. Mich bringt so schnell nichts aus der Ruhe.“

Reisen als Investition in sich selbst

Doch nicht nur für das Studium, auch für sich persönlich hat Dajana einiges gelernt. Konnte sie sich früher nicht vorstellen, alleine zu reisen, sieht sie dies heute als Entspannung. Die Zeit bei AIDA, der Kontakt zur Crew und zu den Gästen beeinflusst ihr ganzes Leben. „Ich konnte für mich selbst so viel mitnehmen und habe so viel über mich erfahren, nur durch andere Leute.“

Trotz der vielen positiven Erlebnisse möchte Dajana nicht auf Dauer zur „Weltenbummlerin“ werden. Sie hat sich persönlich eine Frist von einem Jahr gesetzt, bevor sie in das richtige Berufsleben einsteigen will. „AIDA ist temporär perfekt, aber langfristig möchte ich sesshaft werden und mir an Land etwas aufbauen.“ Die Herausforderung wird für sie darin liegen, nach all den Abenteuern einen vergleichbar abwechslungsreichen Job zu finden.

Ansprechpartnerin in der Redaktion

Maike Arnold
Maike Arnold

maike.arnold@jade-hs.de - 0441 7708-3161

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