Studierendenalltag und Vaterpflichten – eine Herausforderung

Das Leben läuft nicht immer wie geplant und das ist vielleicht auch gut so. Ein Kind groß zu ziehen mag für viele nicht zum Alltag eines Studierenden zu gehören. Für Lukas Langer schon, denn er ist jung Vater geworden. Eine herausfordernde Situation, die der Student meistern muss.

Menschen besser studieren

Beeindruckender Werdegang

Lukas studiert Wirtschaft an der Jade Hochschule am Campus Wilhelmshaven. Nach seinem Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Wilhelmshaven absolvierte er eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Mit 19 Jahren wurde er Vater und von da an standen Lukas und seine Freundin vor einer ganz neuen Herausforderung. Schon während seiner Ausbildung mussten die beiden ihren Alltag aufeinander und auf ihren Sohn abstimmen.

Um sein Wissen über Wirtschaftsthemen zu vertiefen, entschied sich Lukas für ein Studium an der Jade Hochschule, da das Studium sehr praxisorientiert ist und er bereits Gutes gehört hatte. Seine Noten sind überdurchschnittlich gut, er erhält sogar das Deutschlandstipendium. Vor der Bewerbung sollte man jedoch nicht zurückschrecken. „Nicht nur gute Noten sind entscheidend, sondern auch soziales Engagement oder Verantwortung zu übernehmen. Erfolgreich wird eine Bewerbung vor allem dann, wenn sie vollständig ist und man im Motivationsschreiben ehrlich gegenüber seiner eigenen Person ist“, erzählt der gebürtige Wilhelmshavener.

Zwischen Stundenplan- und Wochenplanung

Lukas ist zudem aktiv im Fußballverein und geht einem Nebenjob nach. Wie er das alles schafft? Das geht nur im „Zusammenspiel“ zwischen ihm und seiner Freundin, die in Oldenburg Biologie studiert. „Der entscheidende Punkt dabei ist der Stundenplan. Wir versuchen diesen soweit es geht aufeinander abzustimmen, damit einer von uns beiden immer die Möglichkeit hat, unseren Sohn zum Kindergarten in Wilhelmshaven zu bringen beziehungsweise abzuholen und ihn am Nachmittag zu betreuen“, erzählt Lukas. Doch das ist nicht immer leicht und so müssen die beiden von Woche zu Woche planen, da viele Vorlesungen am Nachmittag stattfinden. Lässt sich das nicht organisieren, muss auch mal die ein oder andere Vorlesung ausfallen. Für Lukas wäre es daher praktisch, wenn auch weiterhin Onlineangebote zur Verfügung stehen würden.

„Nicht nur gute Noten sind entscheidend, sondern auch soziales Engagement oder Verantwortung zu übernehmen. Erfolgreich wird eine Bewerbung vor allem dann, wenn sie vollständig ist und man im Motivationsschreiben ehrlich gegenüber seiner eigenen Person ist."

An seinen Herausforderungen wachsen

Die Geburt seines Sohnes kam unerwartet, doch an der Herausforderung ist Lukas gewachsen. „Ich denke, ich bin in den letzten Jahren sehr gereift und verantwortungsbewusster geworden. Durch die Geburt des eigenen Kindes, muss man von heute auf morgen viel Verantwortung übernehmen und Entscheidungen für das Kind treffen. Auch die Sicht auf verschiedene Themen verändert sich“, so der 24-jährige.

Dankbar ist Lukas vor allem für die Unterstützung, die er bekommt. „Am Anfang waren natürlich alle sehr überrascht über die Nachricht. Es war eine schwierige Situation für mich und ich wusste nicht genau, wie ich damit umgehen sollte. Letztendlich habe ich aber viel Unterstützung genossen und genieße sie bis heute“, sagt der Wirtschaftsstudent.

Wie es für Lukas nach dem Studium weitergehen soll, steht noch nicht fest. In Frage kommen für ihn der Wiedereinstieg als Steuerberater oder der Einstieg in den väterlichen Betrieb. Egal für welchen Weg sich Lukas entscheiden wird, sein bisheriger Werdegang zeigt bereits: Im Leben muss nicht immer alles nach Plan laufen, solange man sein Ziel im Auge behält.                           

Ansprechpartnerin in der Redaktion

Anke Westwood
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