Mit dem Maulwurf nach Groningen

Deutsch-Niederländisches Projekt Vital Regions auf Business-Messe vertreten

Rundblick Campus on tour innovativ

Vier Löcher und ein Maulwurf, der in zufälliger Folge aus einem der Löcher den Kopf rausstreckt. Dazu vier korrespondierende Fußpedale, die es gilt, möglichst schnell wieder an ihre Ausgangsposition zurückzuschieben. Fertig ist das „Mollenspel“ (Maulwurfspiel)! Was wie ein „Daddel-Automat“ aussieht, hat neben einem gehörigen Spaß-Faktor einen ernsten Hintergrund: Als sogenanntes „Serious Game“ („ernstes Spiel“) ist es ein Bewegungsspiel für ältere Menschen. Entwickelt wurde es innerhalb des Interreg-Projektes „Vital Regions“, ein Zusammenschluss von vier Hochschulen und zwölf Unternehmen aus Deutschland und den Niederlanden, welches sich jetzt auf den Promotiedagen in Groningen am 5. und 6. November präsentiert hat.

Projektkoordinator Piet Alberts von der NHL Stenden Hogeschool aus Leeuwarden erläutert: „Das Projekt zielt darauf ab, die dörflichen Strukturen in den Nord-Niederlanden und dem Nordwesten Deutschlands durch E-Health-Angebote zu stärken. Gerade in ländlichen Gebieten machen sich die alternde Bevölkerung und der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verstärkt bemerkbar. Für diese Herausforderung entwickeln wir innovative Lösungen“.

Innerhalb des Projektes werden in enger Zusammenarbeit mit den späteren Nutzern sieben neue Produkte entwickelt. Dazu gehört z.B. auch die Unterstützung physiotherapeutischer Behandlungen mithilfe von Robotern. Hieran ist die Jade Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Wallhoff (Institut für Technische Assistenzsysteme) maßgeblich beteiligt.

Die „Promotiedagen“ ist mit ihren 25.000 Besuchern und 600 Ausstellern die führende Business-Messe in den Nord-Niederlanden.

„Anders als bei vielen anderen Messen steht hier zunächst weniger das Produkt, sondern mehr der Netzwerkgedanke im Vordergrund“,

erklärt Christina Schumacher vom Wissens- und Technologietransfer, die die regelmäßige Beteiligung der Jade Hochschule seit mehreren Jahren organisiert.

„Kontaktanbahnung findet nicht nur am eigenen Stand, sondern auch bei den zahlreichen kleineren Events auf den einzelnen Standflächen statt“. Dazu setzt der Nordwesten auf einen gemeinsamen Auftritt: Erstmals bildeten die Stadt Oldenburg, die Region Ostfriesland und die Ems-Dollart-Region einem gemeinsamen „Noord Plein“ („Marktplatz Nord“) mit 19 Ausstellern. „Die Promotiedagen sind eine sehr gute Gelegenheit, gerade die Projekte mit niederländischen Partnern vorzustellen sowie Kontakte für neue Projekte zu knüpfen.“ Auch da kann der kleine Maulwurf buchstäblich für „Bewegung“ sorgen.