Jade Hochschule stellt nach Brand an Schule Räumlichkeiten zur Verfügung

Hochschulpräsident Weisensee: Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und Solidarität zeigen

Am 17. März fielen die Gebäude der Marion-Dönhoff-Schule in Wilhelmshaven einem Brand zum Opfer. Die Jade Hochschule wurde um Amtshilfe gebeten und stellt den Schüler_innen der Oberschule ab dem 12. April Räumlichkeiten zur Verfügung. 550 Schüler_innen sollen im West- und Südgebäude der Hochschule am Campus Wilhelmshaven bis zu den Sommerferien vormittags unterrichtet werden.

Wie es zu der Entscheidung kam und wie in Zeiten der Pandemie die Sicherheit der Beschäftigten und der Betrieb der Jade Hochschule gewährleistet werden kann, erklärt Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee im Interview mit der Jade Welt (JW).

JW: Warum hat sich die Jade Hochschule bereit erklärt, den Schüler_innen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen?

Weisensee: Wir haben aufgrund der Anfrage der Stadt Wilhelmshaven zunächst unsere Bereitschaft erklärt, die Optionen zu prüfen, ob überhaupt Räume zur Verfügung gestellt werden können. Wir sehen uns natürlich in der gesellschaftlichen Verantwortung, hier im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterstützung zu leisten, wobei wir unsere eigenen Aufgaben nicht vernachlässigen dürfen. Dass wir als Hochschule eine schulische Bildungseinrichtung unterstützen und Solidarität zeigen, ist selbstverständlich, zumal wir an vielen Stellen mit Schulen zusammen arbeiten, auch um den Übergang in die Hochschule vorzubereiten.

JW: Wie kam die Hochschule zu dieser Entscheidung?

Weisensee: Die Stabsstelle Arbeitssicherheit/Arbeitsmedizin und das Gebäudemanagement haben aufgrund der Anfrage zunächst in Frage kommende Räume identifiziert und hervorragende konzeptionelle Vorarbeiten durchgeführt. In intensiven Diskussionen im Krisenstab unter Einbeziehung der drei Wilhelmshavener Fachbereiche, der Leiterinnen und Leiter der in den Gebäuden befindlichen Einrichtungen und weiterer Stellen konnte das Konzept weiter ausgearbeitet werden, sodass wir einen Teil der für den Schulbetrieb erforderlichen Räume zur Verfügung stellen können. Wir können nicht alle Anforderungen hinsichtlich des Fachunterrichts erfüllen, sind aber zuversichtlich, dass wir sowohl für den Förderschulzweig „Körperlich-Motorische-Entwicklung“, als auch für die Abschlussklassen der Oberschule adäquate Räume anbieten können.

 

JW: Wie wird gewährleistet, dass der Hochschulbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen kann und sich die Pandemie an der Jade Hochschule nicht ausbreitet?

Weisensee: Selbstverständlich müssen die zusätzlichen Einschränkungen so gering wie möglich gehalten werden, zumal wir alle aufgrund der Pandemie bereits jetzt unter erheblichen Belastungen arbeiten. Ein großer Teil der Beschäftigten arbeitet im Homeoffice und sucht die Hochschule nur zu wenigen Terminen auf. Hier müssen wir die Zeiten der Anwesenheit und ebenso wie bei den Bediensteten, die regelmäßig vor Ort sind, auch die Begegnungsmöglichkeiten bestmöglich voneinander trennen. Die Schülerinnen und Schüler werden zudem im Wechselunterricht beschult, sodass jeweils nur die Hälfte der Schülerschaft anwesend ist.

Prof. Dr. Manfred Weisensee (Foto: Piet Meyer/Jade HS)
Prof. Dr. Manfred Weisensee (Foto: Piet Meyer/Jade HS)

„Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei allen bedanken, die diese Lösung mit tragen und damit den Schülerinnen und Schülern zumindest die eingeschränkte Form des Wechselunterrichts ermöglichen.“

Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee

Ansprechpartnerin in der Redaktion

Katrin Keller
Katrin Keller

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