Jade Hochschule leistet Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie

Einsatz von Hochschulbeschäftigten bei der Corona-Hotline

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat das Land Niedersachsen Ende des vergangenen Jahres personelle Unterstützung von allen Einrichtungen des Landes angefordert. Auch Beschäftigte der Jade Hochschule haben die überlasteten Gesundheitsämter der Region und die Corona-Hotline des Landes Niedersachsen unterstützt. Anna Maria Helle aus der Abteilung Geoinformation hat ihren Einsatz bei der Corona-Hotline kürzlich beendet. Die Redaktion der Jade Welt fragt nach…

JW: Liebe Frau Helle, wie kam es zu Ihrem Einsatz?

Als die Hochschule im November letzten Jahres auf der Suche nach Freiwilligen zur Unterstützung der Gesundheitsämter war, habe ich mich gemeldet. Bis Mitte März dieses Jahrs sollte es allerdings dauern, bis die Anfrage des Kompetenzzentrums Großschadenslagen (das zum Ministerium für Inneres gehört) kam. Ende März wurde ich zur Unterstützung der Corona-Hotline des Landes Niedersachsen einberufen. Mitte April begann meine Tätigkeit für die Hotline, zum 30. Juni habe ich die Unterstützung beendet.

JW: Sie waren für rund zwölf Wochen bei der Hotline tätig. Wie sah Ihre Arbeit aus?

Ich konnte die Arbeit komplett aus dem Home-Office heraus tätigen. Das Kompetenzzentrum stellte Telefon und Headset zur Verfügung, so dass ich mich in die Hotline schalten konnte. Zu Beginn jeder Schicht habe ich mich als erstes in die aktuell geltenden Verordnungen eingearbeitet, z. B. bezüglich möglicher Änderungen. Den Mitarbeitenden der Hotline wurden täglich aktuelle Informationen der Ministerien zur Verfügung gestellt. Auch für Landkreise, aus denen viele Personen anriefen, habe ich mir die aktuellen Regelungen angeguckt. Teilweise hat sich täglich etwas geändert, oder es standen neue Sprachregelungen seitens des Ministeriums zur Verfügung. Während ich in die Hotline geschaltet war, musste ich manchmal mehrere Dokumente nach dem Paragraphen durchsuchen, der für die Frage relevant war. Bei sehr speziellen Fragen habe ich mit dem Kompetenzzentrum Rücksprache gehalten und dann die Person zurückgerufen.

JW: Welche Fragen wurden Ihnen gestellt und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Es riefen Personen mit Verständnisfragen zur niedersächsischen Corona-Verordnung an, aber auch Fragen zur Einreise-/Quarantäneverordnung wollten beantwortet werden. In den ersten Wochen meiner Tätigkeit gab es auch noch viele Fragen zur Impfung, da die Impfhotline total überlaufen war. Im Großen und Ganzen kann man wohl sagen, dass viele Anruferinnen und Anrufer durch die Vielzahl der sich häufig ändernden Verordnungen verunsichert waren und für ihr spezielles Anliegen nicht wussten, was genau gilt. Hin und wieder brauchten die Personen einfach jemanden, der zuhört oder ihre Beschwerden entgegennimmt. Es waren nur sehr wenige Anrufe mit negativer Stimmung dabei. Fast ausschließlich erhielt ich am Ende des Telefonates ein „Vielen Dank für ihre Hilfe“. Das stimmt mich positiv, dass meine Unterstützung der Hotline sinnvoll war.

JW: Wie sahen Ihre Arbeitsbedingungen aus?

Da ich die Tätigkeit komplett aus dem Homeoffice erledigen konnte, gab es keine Probleme hinsichtlich des Arbeitsschutzes unter Coronabedingungen. Die Planung, in welcher Schicht ich arbeiten würde, fand jeweils in der Woche zuvor statt. So konnte ich zwischendurch sogar eine dienstliche Verpflichtung für eine Berufungskommission wahrnehmen, da ich den Hotline-Dienst drumherum planen konnte.

Anna Maria Helle (Foto: Jade HS)
Anna Maria Helle (Foto: Jade HS)

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Katrin Keller
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