Dekan Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser im Gespräch

Generationenwechsel als Riesenchance: Bewährtes und Innovation treten in Wechselwirkung

Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser wurde als Dekan des Fachbereichs Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie wiedergewählt. Der promovierte Bauingenieur leitet den Fachbereich seit 2015. Er übernahm 2002 eine Professur für Baustatik, Massivbau und Mauerwerksbau und ist seit 2007 an der Jade Hochschule tätig.
Die Jade Welt (JW) fragt nach seinen Plänen für die neue Amtszeit…

JW: Lieber Herr Prüser, welche Schwerpunkte möchten Sie als Dekan setzen?

Prüser: Der Fachbereich ist mit den Abteilungen Bauwesen, Geoinformation sowie Technik und Gesundheit für Menschen gut aufgestellt. Von dieser Basis ausgehend sollen die Bereiche Lehre, Forschung und Transfer weiterentwickelt werden. Wir werden uns mit „offenen Augen und Ohren“ bewegen, flexibel im Team oder individuell auf neue Herausforderungen reagieren und weitere Schwerpunkte setzen – welche immer es auch sein mögen. Unsere aktuellen Schwerpunkte sind zum Teil kurzfristig aufgegriffen und mit Unterstützung der Hochschule entwickelt worden. Ich denke da zum Beispiel an unseren Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft, an den disruptiven Erwerb und Umgang mit digitalen Kompetenzen infolge der Corona Pandemie sowie auch an den Aufbau des Labors für digitales Engineering im 2. OG des Hauptgebäudes.

JW: Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten drei Jahren auf Ihren Fachbereich zukommen?

Prüser: Mit Herausforderungen umzugehen umfasst eine längere Zeitskala. Es beinhaltet die Entwicklung, das Setzen und Verfolgen von Zielen mit der Notwendigkeit der fortlaufenden Nachjustierung. So wird der nachhaltige Umgang mit den coronagetriebenen digitalen Kompetenzen in Lehre, Büroalltag und Home-Office ein bestimmendes Thema der gesamten Hochschule sein.

Die größte Herausforderung am Fachbereich ist der laufende Generationenwechsel in allen Statusgruppen. Das ist eine Riesenchance von der jede und jeder profitieren wird. Neue Kompetenzen, Ideen und Arbeitsweisen stehen zur Verfügung, Bewährtes und Innovation treten in Wechselwirkung. Aus einer geordneten Veränderung heraus werden wir unsere zukünftigen Aufgaben in Lehre, Forschung und Transfer entwickeln.

Die Jade Hochschule hat das Ziel, den Bereich der nichtärztlichen Gesundheitsberufe weiter auszubauen. Unsere forschungsstarke Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen ist hier gesetzt. Mit acht neuen Denominationen werden weitere Kompetenzen entwickelt. Drei Professor_innen haben aktuell neu ihre Arbeit aufgenommen. Es gilt nun, die Aktivitäten geeignet zu organisieren. Das mag zu einem eigenen Fachbereich Gesundheit führen.

Anstehende größere Baumaßnahmen sind eine weitere Herausforderung für die ein „langer Atem“ und sehr kurzfristige Umsetzungen notwendig sind. Für die neuen Studiengänge Hebammenwissenschaft und Angewandte Pflegewissenschaft wird jetzt ein Skills-Lab mit einer Nutzfläche von rund 500 Quadratmeter eingerichtet. Mittelbar stehen die Sanierungen des Kellergeschosses im Hauptgebäude, des Gebäudes „Auguststraße“ und der Metallbauwerkstatt an. Der Fachbereich Architektur plant mit uns vor dem Parkhaus des Evangelischen Krankenhauses ein gemeinsames Werkstattgebäude. Der Bedarf für ein Laborgebäude der Abteilung Bauwesen ist angemeldet.

JW: Was wünschen Sie sich für Ihre Amtszeit?

Prüser: Ich wünsche uns allen Gesundheit und dass uns bei allem notwendigen Verwaltungshandeln die Neugier niemals verloren geht. Und einen Zustand, den Peter Maffay im Lied Nessaja aus Tabaluga und Lilli mit „irgendwo tief im mir bin ich ein Kind geblieben“ beschreibt.

Ansprechpartnerin in der Redaktion

Katrin Keller
Katrin Keller

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