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Beschäftigte der Jade Hochschule unterstützen Gesundheitsämter

„Wir haben gezeigt, dass wir auch für unsere Gesellschaft Verantwortung übernehmen.“

Das Land Niedersachsen hat Ende des vergangenen Jahres im Kampf gegen die Corona-Pandemie personelle Unterstützung von allen Einrichtungen des Landes angefordert – auch von der Jade Hochschule. Es ging insbesondere darum, die überlasteten Gesundheitsämter der Region bei der Kontaktverfolgung zu unterstützen. Insgesamt 30 Beschäftigte der Jade Hochschule haben sich bereit erklärt zu helfen. Damit konnte die Jade Hochschule als eine der wenigen Hochschulen im Lande die erwartete Anzahl an Freiwilligen melden. Drei Kolleg_innen waren bzw. sind derzeit im Einsatz. Darunter Ilze Peksa aus dem International Office.
Die Redaktion der Jade Welt fragt nach…

JW: Liebe Frau Peksa, wie kam es zu Ihrem Einsatz im Gesundheitsamt Wilhelmshaven?

Peksa: Ich wollte einfach mithelfen, etwas gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu tun. Eine meiner Kolleginnen hatte sich ebenfalls dazu bereit erklärt. Als die Anfrage kam, haben wir mit meiner Chefin Andrea Menn besprochen, dass ich den Einsatz übernehme, da ich Vollzeit arbeite und das Gesundheitsamt eine Unterstützung für sechs Stunden am Tag angefordert hatte. So stand ich anschließend noch mit der verbleibenden Arbeitszeit dem IO zur Verfügung.

JW: Sie waren für rund sechs Wochen im Gesundheitsamt tätig. Welche Aufgaben haben Sie dort übernommen?

Peksa: Ich habe per Telefon positiv getestete und Kontaktpersonen darüber informiert, wenn sie aus der Quarantäne entlassen sind und die Kontaktverfolgung bei neuen positiven Fällen übernommen. Zudem habe ich Anfragen von anderen Gesundheitsämtern und telefonische Anfragen, die über das Bürgertelefon kamen, beantwortet. Auch habe ich die Ergebnisse der negativ getesteten Personen in die Datenbank des Gesundheitsamtes eingetragen.

JW: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Peksa: Normalerweise waren alle verständnisvoll und haben die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten. Bei der Kontaktverfolgung oder Entlassung aus der Quarantäne war es manchmal schwierig, Informationen zu bekommen, da die Personen nicht so gut Deutsch gesprochen haben. Da waren meine Fremdsprachenkenntnisse sehr nützlich.

Ilze Peksa (Foto: Jade HS)
Ilze Peksa (Foto: Jade HS)

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Es kamen sehr viele Fragen per Bürgertelefon rein, zum Beispiel was man machen darf und was nicht. Wie kann man einen Impftermin bekommen, obwohl die Hotline die ganze Zeit besetzt ist? Wie wird der Inzidenzwert der Stadt berechnet? Jeden Tag kamen neue Anfragen. Manchmal wusste man die Antworten nicht direkt, aber dann hat man mit den Kolleginnen und Kollegen, die aus der Marine, Bundeswehr oder Stadtverwaltung kamen, Rücksprache gehalten und zusammen haben wir eine Antwort gefunden. Es war richtig interessant zu sehen, dass so ein bunt gemischtes Team aus verschiedenen Bereichen an einem Problem so eng zusammenarbeiten kann.

JW: Sie waren vor Ort im Einsatz. Welche Vorkehrungen wurden dort getroffen um Sie vor einer Infektion zu schützen?

Peksa: Wir waren in zwei Schichten mit jeweils zehn bis zwölf Personen eingeteilt und saßen maximal zu dritt in einem Büro. Wir haben wöchentlich fünf FFP2 Masken bekommen, die wir benutzen mussten, wenn wir uns in den Räumlichkeiten vom Gesundheitsamt bewegt haben. Wenn wir am Platz saßen, mussten wir keine Maske tragen. Wir haben auch regelmäßig gelüftet. Täglich wurden alle Türklinken, Telefone und Lichtschalter desinfiziert.

„Seit dem Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland halten wir an der Jade Hochschule vorbildlich zusammen. Wir haben darüber hinaus gezeigt, dass wir auch für unsere Gesellschaft Verantwortung übernehmen. So unterstützen wir seit geraumer Zeit die Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheitsämtern, die schon seit Monaten direkt gegen die Ausbreitung des Corona-Virus kämpfen. Hierfür danke ich allen Freiwilligen herzlich.“

Hauptberuflicher Vizepräsident Markus Wortmann

Ansprechpartnerin in der Redaktion

  • Katrin Keller
    Katrin Keller

    katrin.keller@jade-hs.de