Von Stuttgart nach Wilhelmshaven

Sarah Rinderknecht ist für ihr Studium von Stuttgart nach Wilhelmshaven gezogen. Keine leichte, aber die richtige Entscheidung.

Studium Rundblick Campus on tour international vielfältig

Für viele Studierende ist der Beginn eines Studiums eine aufregende Zeit. Noch aufregender wird es, wenn man rund 700 Kilometer von Zuhause entfernt einen neuen Lebensabschnitt beginnt.

„Ich probiere das einfach mal aus“

Sarah studiert an der Jade Hochschule Tourismuswirtschaft am Studienort Wilhelmshaven. Während ihres einjährigen Aufenthaltes als Au-Pair in den USA wurde sie durch eine Freundin aus Oldenburg auf den Studiengang aufmerksam. Für sie war klar, dass sie, zurück in Deutschland, auf eigenen Beinen stehen möchte, deswegen entschied sich Sarah für eine Bewerbung. „An der Jade Hochschule sagte mir vor allem die familiäre Atmosphäre zu, die Nähe zum Meer war aber auch ein großer Pluspunkt. Als die Zusage kam, habe ich eigentlich gleich den Umzug geplant. Es war genau das, was ich studieren wollte und dann habe ich mir gedacht, ich probiere das einfach mal aus“, erinnert sich die heimatverbundene Studentin.

Doch ein Umzug über 700 Kilometer erfordert Planung. Im Internet suchte Sarah nach passenden Wohngemeinschaften. Am Tag des Umzugs hieß es für Sarah dann erstmal „Abschied nehmen“. „Nicht alle Angehörigen und Freunde können beim Umzug dabei sein. Man verabschiedet sich und weiß, dass man sich lange nicht sehen wird, aber es lohnt sich alles,“ resümiert die junge Frau.



„Man sollte sich das Ziel vor Augen halten. Binde dich nicht an die Heimat, sondern hole die Heimat zu dir. Lade Freunde und Familie ein, buche rechtzeitig die Bahn-Tickets, dann freut man sich umso mehr auf die Zeit Zuhause.“

Ein Stück Heimat in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven angekommen begann dann eigentlich erst die spannende Zeit. Neue Freundschaften ließen nicht lange auf sich warten und durch die vielen neuen Eindrücke war Sarahs Heimweh schnell verflogen. „Natürlich ist es am Anfang schwer, wenn man 18 Jahre lang in Stuttgart gelebt hat, seine Familie und Freunde dort hat und die Einzige ist, die weiter weggezogen ist. Aber wenn man sich bemüht, hält der Kontakt und man kann immer wieder nach Hause zurück.“

Dass der Studienstart für sie schwieriger war als für andere, würde Sarah nicht sagen. Das sei für jeden ein großer Schritt und eine aufregende Zeit. Noch leichter wurde der Umzug, als sie eine Freundin kennenlernte, die selbst aus der Nähe von Stuttgart kommt, wie sie erzählt. „So hat man ein kleines Stück Heimat in Wilhelmshaven. Das hat auch sehr geholfen sich einzugewöhnen.“

Besuche in der Heimat beschränken sich für Sarah meistens auf die Feiertage und die Semesterferien, auch aus Kostengründen. „Da ich auch Freunde in Wilhelmshaven habe und hier arbeiten muss, kommt es natürlich darauf an, wie viel Zeit man in den Semesterferien hat.“ Doch die sozialen Medien erleichtern die Kommunikation enorm, stellt Sarah fest. „Mir fällt es sehr leicht, den Kontakt zu halten. Die meisten meiner Freunde sind total flexibel und können damit umgehen, dass ich weggezogen bin. Das ist heutzutage alles machbar.“

Das Ziel vor Augen

Zurzeit absolviert Sarah ihr Auslandssemester in Norwegen. Rückblickend würde sie jedem empfehlen, auch mal weiter weg zu ziehen. „Man lernt überall auf der ganzen Welt neue Menschen und Kulturen kennen, das ist sehr interessant.“

Auch wenn es manch einem schwerfallen mag, aus der Heimat wegzuziehen, muss die Distanz kein Hindernis sein, denn Sarah hat ihr Traumstudium gefunden.

„Traumstudium Tourismuswirtschaft“

Sarah Rinderknecht