La dolce vita? – Praxissemester im „Land von Pizza und Pasta“

Ein Semester lang im Ausland zu studieren ist für viele Studierende ein Muss. Doch wie wäre es mit einem Praktikum im Ausland? Ann-Kathrin Leip hat diesen Schritt gewagt und im vierten Semester ihres Studiums ein Praxissemester in Italien am Lago Maggiore absolviert. Bereut hat sie diese Entscheidung nie, denn sie wurde mit schönen Erfahrungen belohnt.

Studium international vielfältig

Ann-Kathrin studiert Tourismuswirtschaft an der Jade Hochschule am Studienort Wilhelmshaven. Insgesamt 24 Wochen verbrachte die aus dem Schwarzwald stammende Studentin in Italien. Das Praxissemester im Ausland zu absolvieren, war eher ein Zufall.

„Es war auch keine bewusste Entscheidung, da ich bei meiner Suche nach einer passenden Stelle auf die Anzeige aufmerksam wurde. Und ich dachte Italien? Warum nicht!“

Der Wunsch eine neue Fremdsprache zu lernen und Zeit im Ausland zu verbringen, bewegten Ann-Kathrin dazu, sich zu bewerben.

Italien? Warum nicht!

Organisiert hat Ann-Kathrin den Auslandsaufenthalt allein. Nach einem Bewerbungsverfahren und wichtigen Absprachen per E-Mail, konnte sie bereits die Anreise planen, da vor Ort ein WG-Zimmer in einer Praktikanten-WG und Mahlzeiten im Hotel zur Verfügung standen. Rückblickend hätte sie jedoch gern die Hilfsangebote der Jade Hochschule in Anspruch genommen, um mehr Informationen zu erhalten und wichtige Themen wie die Finanzierung zu klären. Interessierte finden Hilfe beim International Office.

Neues Land, neue Leute, neue Arbeit

Nach der Organisation folgte die Vorfreude auf die bevorstehende Zeit. „Es kommt etwas Neues auf einen zu - ein neues Land, neue Leute und auch eine neue Arbeit“, erzählt Ann-Kathrin von der aufregenden Zeit. „Prinzipiell überwog aber die Freude. Man fährt schließlich in das Land von Pizza und Pasta.“ Da Deutsch die Arbeitssprache in ihren Praktikumsbetrieb war und somit alle Kolleginnen und Kollegen fließend Deutsch oder auch Englisch sprachen, hatte Ann-Kathrin keine Probleme mit den fehlenden Italienisch-Kenntnissen. Und die Unterschiede zu der Arbeit in Deutschland? „In Italien wird das alles etwas entspannter gesehen. Es war beispielsweise so, dass sich alle geduzt und mit Vornamen angesprochen haben. Das hat das Arbeiten und Eingewöhnen sehr viel leichter gemacht“, erinnert sich die Studentin. Viel Zeit um das Land kennenzulernen hatte Ann-Kathrin jedoch nicht. Ihre freien Tage verbrachte sie am Lago Maggiore oder mit Ausflügen nach Mailand.

Ein sehr schönes Land mit sehr netten Menschen

Die Erfahrung im Ausland auf sich allein gestellt zu sein und ungewohnte Situationen allein durchstehen zu müssen, haben Ann-Kathrin geholfen, viel über sich selbst zu lernen. Auch wenn in ihrem Praktikumsbetrieb nicht immer alles so lief, wie sie es sich vorgestellt hatte und sie keinen Italienisch-Kurs belegen konnte, kann Ann-Kathrin ein Praxissemester in Italien empfehlen.

„Ich habe Italien als ein sehr schönes Land mit sehr netten Menschen kennengelernt. Außerdem habe ich für mich gemerkt, dass Italienisch eine schöne Sprache ist, die ich nach meinem Abschluss gern lernen möchte.“