Ukrainische Geodäsiestudierende besuchen Oldenburg

Im April hatten Studierende des Bachelorstudienganges Angewandte Geodäsie eine Woche lang an der Kiewer Nationalen Universität für Bauwesen und Architektur (KNUCA) verbracht. Im Gegenzug kamen vergangene Woche Studierende der KNUCA an die Jade Hochschule nach Oldenburg, um gemeinsam mit den hiesigen Studierenden die in Kiew begonnene Projektarbeit fortzusetzen.

Studium international Geoinformation

Bereits zum vierten Mal fand dieses Gemeinschaftsprojekt von deutschen und ukrainischen Studierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Luhmann an der Jade Hochschule statt.

In gemischten Gruppen waren sie aufgefordert, selbstständig komplexe Bauwerke und Denkmäler in Kiew mit Hilfe von geodätischen und photogrammetrischen Verfahren aufzunehmen und auszuwerten. „Hierbei liegen die Herausforderungen nicht nur in der eigentlichen Vermessung, sondern auch darin, sich mit unbekannten Bedingungen vor Ort zu arrangieren sowie mit den sprachlichen und kulturellen Unterschieden umzugehen“, erläutert Betreuerin Annika Jepping. Inhaltlich setzen sich die Studierenden mit der geodätischen Grundlagenvermessung, dem terrestrischen Laserscanning und der Nahbereichsphotogrammetrie auseinander. In Kiew wurden sechs Bauwerke mithilfe von unterschiedlichen Messverfahren dreidimensional erfasst. Die entstandenen dreidimensionalen Punktwolken wurden in Oldenburg ausgewertet und zu 3D-Modellen weiterverarbeitet.

„Glück beschreibt dieses Projekt für mich am besten“, fasst Studentin Laura Koch ihre Erfahrung zusammen. „Zum einen wegen der wertvollen Erfahrungen, die wir während der Projektdurchführung gesammelt haben. Kommunikationsschwierigkeiten untereinander, ein unterschiedlicher Wissensstand und russisch-eingestellte Tachymeter sind Dinge, die wir nur mit Geduld, Teamarbeit und viel Spaß meistern konnten. Und zum anderen wegen der Chance, die uns die Hochschule gibt, überhaupt diese Erfahrungen sammeln zu dürfen.“

„Eines der Highlights der Austauschwoche war der ukrainische Abend mit landestypischen Speisen, Musik und Dia-Show“, ergänzt Jepping. Der Abend war vom International Office mit Unterstützung der Abteilung Geoinformation und der ukrainischen Delegation veranstaltet worden.

Im Rahmen eines curricular-gebundenen Kooperationsprojektes zwischen der KNUCA und der Jade Hochschule finden regelmäßige Lehrveranstaltungen und studentische Projekte statt.

„Solche Projekte sind für Studierende eine einzigartige Erfahrung!“