Studierende gewinnen Erkenntnisse zur Technikentwicklung für den Menschen

Studierende des Studienganges Assistive Technologien konnten im März auf einer Fachexkursion nach München und Bad Aibling eine große Bandbreite anwendungsnaher Techniken kennenlernen.

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Im Alten- und Seniorenzentrum des Bayerischen Roten Kreuzes in Riem führten sie Interviews mit den Bewohnern durch, um den Bedarf an Technik und Robotik zu erfahren. Im Hightech Unternehmen „Futureshape“ in Siegertsbrunn ging es unter anderem um Technologien zur Sturzentwicklung, wie beispielsweise Sensormatten, und um die vielfältigen Anforderungen, die an ein marktfähiges Produkt gestellt werden.

Am Lehrstuhl für Mensch-Maschine Kommunikation der Technischen Universität München konnten die jungen Menschen Systeme zur Interaktion mit Geräten kennenlernen. „An der TU werden Verfahren zum Messen und Auswerten von Augenbewegungen eingesetzt“, erklärt Prof. Dr. Frank Wallhoff, der die Exkursion begleitet hat. „Dies ermöglicht einerseits die Eingabe von Texten über die Augensteuerung, andererseits können selektive Wahrnehmungsprozesse beispielsweise zur Vermeidung von Unfällen beim Führen eines Autos im Fahrsimulator untersucht werden.“ Mitarbeiter des BMW Stammwerks in München präsentierten anschließend die Mensch-Roboter-Interkation sowie eine vollautomatisierte Produktion.

Am dritten Tag lag der Fokus auf der Informationsbearbeitung im menschlichen Gehirn. Neben einem Besuch im Operationssaal des Klinikums Bogenhausens besichtigten die Studierenden ein System zur transkranialen Magnetstimulation. „Mit diesem Gerät ist es möglich, Impulse in das Gehirn zu geben, um die Funktionsbereiche wie Sprechen, Greifen und so weiter im Gehirn lokalisieren zu können“, ergänzt Exkursionsleiter Prof. (Verw.) Dr. med. Rudolf Siegert.

Guter Mix aus technischen und medizinischen Themen

Am letzten Tag ging es vor die Tore Münchens in die neurologische Abteilung der Schön Klinik in Bad Aibling. Dort konnten die angehenden Ingenieure modernste Technologie zum apparativen Training in der neurologischen Rehabilitation ergründen, wie beispielsweise ein Exoskelett. Am Nachmittag stand das Thema Höhentraining im Bereich Sport und Rehabilitation auf dem Programm. Abgerundet wurde der Ausflug dadurch, dass die Exkursionsteilnehmer ein Schlaflabor mit seinen verschiedenen Anforderungen kennenlernen konnten.

„Wir haben bei der Auswahl an Exkursionszielen darauf geachtet, dass wir für unseren interdisziplinären Studiengang Assistive Technologien einen guten Mix aus technischen und medizinischen Themen zusammenstellen,“ erklärt Siegert.

Im kommenden Semester soll die Exkursion nach Karlsruhe gehen. Dort wird unter anderem der Besuch einer einschlägigen Fachkonferenz anvisiert.