Nachwuchswissenschaftlerinnen auf Audiologentagung ausgezeichnet

Die Deutsche Gesellschaft für Audiologie prämierte auf ihrer 21. Jahrestagung in Halle an der Saale zwei Beiträge aus dem Institut für Hörtechnik und Audiologie.

Menschen Campus zugewandt

Franziska Behnen wurde mit dem 1. Posterpreis für ihren Beitrag zum Thema „Altersabhängige Lokalisationsfähigkeit bei normalhörenden Kindern mit dem ‚ERKI-Setup‘“ ausgezeichnet. Die Absolventin des Bachelor-Studiengangs Hörtechnik und Audiologie stellte damit Ergebnisse ihrer Abschlussarbeit vor, die sie in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz im Februar dieses Jahres abschloss.

Unter der Betreuung von Prof. Dr. Karsten Plotz und Katharina Schmidt (beide Jade Hochschule) sowie Dr. Tobias Rader und Andrea Bohnert (beide Universitätsmedizin Mainz) untersuchte sie das Richtungshören von Kindern im Alter von drei bis acht Jahren. Dazu verwendete sie das an der Jade Hochschule in Zusammenarbeit mit der Firma Auritec entwickelte Messsystem ERKI (Erfassung des Richtungshörens bei KIndern), welches zurzeit an verschiedenen Kliniken getestet wird. Die Ergebnisse zeigten, dass es mit dem ERKI-System schon bei den ganz Kleinen möglich ist, das Richtungsgehör in der klinischen Diagnostik zu erfassen.

Bianca Wiercinski erhielt für ihren Beitrag zum Junior-Symposium den Nachwuchswissenschaftler-Preis. In ihrem Vortrag stellte die Studentin die Ergebnisse ihrer Masterarbeit vor, die sie unter Betreuung von Prof. Dr. Inga Holube und Theresa Nüsse (beide Jade Hochschule) sowie Dr. Thomas Brand (Universität Oldenburg) am Institut für Hörtechnik und Audiologie verfasst.

Im Rahmen der Arbeit wurde der Oldenburger Satztest mit synthetischer Stimme entwickelt und evaluiert. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass die Verwendung einer Computerstimme zu vergleichbaren Ergebnissen in der Sprachverständlichkeitsmessung führt wie die bereits vorhandenen Methoden mit realen Sprechern. Für die Zukunft bedeutet dies einen deutlich reduzierten Aufwand bei der Generierung neuer Sprachtests, da keine Sprecheraufnahmen im Tonstudio mehr nötig sind, sondern das Sprachmaterial stattdessen problemlos am Computer erzeugt werden kann.