DAAD Preis für Nautik-Studenten aus Barcelona

Den DAAD Preis für den besten ausländischen Studierenden erhielt in diesem Jahr Alejando Suñé Carbonell.

Menschen zugewandt international

Geboren und aufgewachsen in Barcelona kam der 23jährige als ERASMUS-Austauschstudent 2015 an den Fachbereich Seefahrt und Logistik. 2012 hatte er das Nautik-Studium in seiner Heimat begonnen und ein Jahr später angefangen Deutsch zu lernen. „Mir war von Beginn meines Studiums an klar, dass ich nach Deutschland gehen wollte.“ Elsfleth war dabei der einzige Studienort in Deutschland, der in Frage kam, denn der Fachbereich Seefahrt und Logistik unterhält eine Partnerschaft mit der Universitat Politècnica de Catalunya in Barcelona. „Jetzt bin ich so froh, dass ich nur diese Möglichkeit hatte, weil ich hier in meiner Karriere als Nautiker und als Person enorme Fortschritte machen durfte.“

Gleich zu Beginn seines Studiums in Elsfleth nahm Suñé Carbonell an der Ausbildungsreise mit dem Schulschiff Großherzogin Elisabeth teil. „Immer, wenn es sich anbot – also immer, wenn er der einzige Austauschstudent in einer Gruppe von Studierenden war - versuchte Alejandro möglichst viel in deutscher Sprache zu verstehen“, sagt Kapitän Prof. Dr. Christoph Wand, der die Ausbildungsreise betreute. „Am Ende der Reise beherrschte er praktisch alle für die Wache notwendigen Termini.“

Nach der Ausbildungsfahrt arbeitete er mit demselben Elan in der Semestergruppe weiter, beteiligte sich an Übungsgruppen und konnte am Ende des Semesters dem Unterricht vollständig folgen und an den Klausuren teilnehmen. „Er erkannte bei vielen Arbeiten sofort, wo Hilfe nötig war, unterstütze alle und war dadurch so schnell integriert, dass er beschloss, sein Studium in Elsfleth fortzusetzen“, ergänzt Wand. Bei den Mitstudierenden genießt er ebenfalls ein hohes Ansehen.

Seit mehr als zwölf Jahren wird der DAAD-Preis vom International Office der Jade Hochschule eingeworben. Er wird für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender und Doktorand_innen an den deutschen Hochschulen vergeben. Der mit 1.000 Euro pro Hochschule dotierte Preis soll dazu beitragen, der großen Zahl ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden.