Architektur-Studierende präsentieren städtebauliche Entwürfe für Delmenhorster Innenstadt

Delmenhorst mal anders

Studium innovativ

Delmenhorst mal mutig neu gedacht: Wie kann die Delmenhorster Mitte zusätzliche Quartiersqualitäten gewinnen? Wie kann die Verknüpfung von Stadt und Landschaft räumlich gestaltet werden? Wie kann die Marke „Grüne Stadt am Wasser“ weiterentwickelt werden?

Diesen Fragen widmeten sich 23 Architektur-Studierende der Jade Hochschule unter der Leitung von Dozent Jürgen Reiners. Ihre Ergebnisse, zwölf Ideen zu einer Neugestaltung im Bereich zwischen den Graftanlagen und der Innenstadt, präsentierten die Studierenden vergangene Woche anhand von Plänen und Modellen in der Delmenhorster Markthalle.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich mit dem Thema Städtebau und der Stadt Delmenhorst auseinanderzusetzen und zu sehen, wie sich die anfänglichen Ideen zu einem schönen Konzept entwickelt haben“, sagt Studentin Svenja Wiemers, die zusammen mit Kim Endemann den Entwurf „Goldene Mitte“ entwickelte. „Besonders gut fand ich auch, durch die Ausstellung ein Feedback von den Delmenhorstern bekommen zu haben. Es war interessant zu sehen, wie die Menschen reagiert haben und sich mit ihnen auszutauschen.“

Den Studentinnen Hilke Manot und Nadine Kopetzki war es in ihrem Entwurf „Lifeline“ besonders wichtig, die Distanz zwischen junger und alter Bevölkerung zu überwinden, zum Beispiel durch die Verknüpfung von Seniorenheim und Kita, oder durch eine Kombination aus Volkshochschule und Jugendzentrum. „Unser Grundgedanke war eine Verknüpfung zwischen Natur und Stadt. Dadurch wollten wir einen attraktiven, multifunktionalen Raum als Ort des Austausches und mit neuen Verweilqualitäten schaffen“, sagt Manot.

Student Till de Buhr stellte mit seinem Kommilitonen Siebelt Davids das Ideen- und Forschungszentrum „Delme-Campus“ vor: Ein Ort an dem Menschen auf einer kommunikativen Ebene miteinander Ideen erfinden. Innovation steht hier im Vordergrund. Egal ob Bibliothek, Veranstaltungshalle, Café oder aber Institutionen, das kompakte Campusgelände bildet ein eigenes Quartier.

Ein durchweg positives Fazit zieht Dozent Jürgen Reiners: Alle 12 Modelle und Pläne seien von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern begutachtet und mit den Studierenden besprochen worden. „So konnten die Verfasser der Arbeiten erstmals intensiv ‚Bürgerbeteiligung’ am eigenen Projekt üben.“